Aktuelle Forschungsergebnisse

"Totes-Meer-Salzgrotte-Therapieverfahren"

Schon seit Jahrhunderten werden die Heilkräfte des Toten Meeres bei zahlreichen Erkrankungen genutzt. Um die unbestreitbaren positiven Effekte dieser Therapie auch andernorts verfügbar zu machen, wird u. a. Salz vom Toten Meer weltweit zur Behandlung von Haut- und Atemwegserkrankungen eingesetzt.

 

Seit einigen Jahren wird Salz vom Toten Meer auch beim Therapieverfahren „Totes-Meer-Salzgrotte“ verwendet. Der in Form einer Grotte gestaltete Therapieraum ist komplett mit Salz vom Toten Meer ausgekleidet (Boden/Wände). Vergleichende Luftuntersuchungen am Toten Meer und in der Totes-Meer-Salzgrotte haben gezeigt, dass sich die Salzzusammensetzung in der Umgebungsluft kaum unterscheidet.

 

 

Die Wirkung der „Totes-Meer-Salzgrotte“

 

Alternativmedizinische Therapieverfahren wie z. B. die Akupunktur, die Homöopathie oder auch die „Totes-Meer-Salzgrotte“ werden allerdings häufig kritisch betrachtet. Die distanzierte Haltung wird häufig mit der nicht ausreichenden wissenschaftlichen Faktenlage begründet.

 

 

 

 

 

Subjektive Bewertung der Therapie durch die Studienteilnehmer

 

In einer bislang weltweit einmaligen Studie haben die Wissenschaftler und Fachärzte Prof. Dr. Dr. Leyk und Dr. Erley vom 6. Juni bis 13. Dezember 2007 die Therapie in der „Totes-Meer-Salzgrotte“ untersucht und die Ergebnisse der Studie im Mai 2008 veröffentlicht. In aufwendigen Untersuchungen mit mehr als 100 Studienteilnehmern sollte geklärt werden, ob durch Aufenthalte in der „Totes-Meer-Salzgrotte Koblenz“ objektivierbare Therapieeffekte auf Kreislauf und Atmung ausgelöst werden und wie die Probanden die Therapie hinsichtlich Beschwerdelinderung, Verträglichkeit und Erholungswert einschätzen.

 

Die Ergebnisse der diversen Befragungen sprechen für einen ganz erheblichen Therapieerfolg durch die wiederholten Aufenthalte in der „Totes-Meer-Salzgrotte Koblenz“: Fast 3/4 der untersuchten Personen entscheiden sich bei der Frage „Wie haben sich die Beschwerden, wegen denen Sie gekommen sind, verändert?“ für die Antwortkategorien „Besserung“ (53 %) und „deutliche Besserung“ (20 %). Nur rund 1/4 der Teilnehmer geben an, keine Be­schwerdeänderungen festgestellt zu haben. Eine „Verschlechterung“ oder gar „deutliche Verschlechterung“ wurde nicht berichtet (Abb. 2).

 

 

 

Subjektive Bewertung der Ver­träglichkeit durch die Studienteilnehmer

 

Die Verträglichkeit der Behandlung in der „Totes-Meer-Salzgrotte Koblenz“ wird durchweg als „gut“ bzw. „sehr gut“ eingeschätzt (Abb. 3). Die Aufenthalte in der „Totes-Meer-Salz­grotte“ führen außerdem zu einer signifi­kanten Verbesserung von Stimmung und Befindlichkeit: Die Behandlung in der liegenden Körperposition, die ge­dämpfte Beleuchtung und die leise Musik unterstützen offensichtlich Entspannungs- und Erholungsprozesse bei den Probanden. Möglicherweise sind auch einige der beobachteten günstigen Kreislaufeffekte (Blutdruck und Herzfrequenz) hierauf zurück zu führen.

 

 

 

Verlaufskurven bei Behand­lungs­aufenthalten in der Totes-Meer-Salzgrotte“

 

In Abb. 4 sind die Herzfrequenzverläufe bei Behandlungsaufenthalten zu Beginn und am Ende eines Therapiezyklus dargestellt. Auch das Verhalten dieses Kreislaufparameters spricht für ablaufende Entspannungs- und Erholungsprozesse. Die ebenfalls unter­suchten Lungenfunktionsparameter (FVC, FEV1) zeigten allerdings keine signifikanten Veränderungen.

 

 

 

 

Fazit: Die Studienergebnisse sprechen für einen Erfolg des „Totes-Meer-Salzgrotte-Therapieverfahrens“